Die Österreichische Nationalbank setzt sich für die Förderung von Finanzwissen ein

Bildungsförderung der OeNB

Anhand von Schulungen und Lehrmaterialien will die OeNB das Finanzwissen der Österreicher fördern.Im Rahmen einer Studie aus dem vergangenen Herbst wurden Österreichern elf Fragen gestellt, die prüfen sollten, wie es um das Finanzwissen der Testpersonen bestellt ist. Dabei ergab sich, dass lediglich vier Prozent der Österreicher alle Fragen korrekt beantworten konnten. Signifikante Mängel zeigten sich bei Personen mit niedrigem Bildungsniveau, bei Frauen sowie bei besonders jungen oder alten Befragten. Die Fragen deckten dabei alle wichtigen Themengebiete – darunter Zinseszinsen, Anlagerisiken, Auswirkungen der Inflation und das Bewerten der Konditionen für einen Kredit – ab.

Damit in Zukunft wieder mehr Österreicher einen richtigen Haken bei der Beantwortung von Finanzfragen setzen, will die Österreichische Nationalbank nun verstärkt in Bildung investieren und über Themen wie Geldfälschung oder einen Kreditvertrag informieren. Dabei sollen gerade jüngere Österreicher im Grundschulalter in den Fokus gestellt werden. Immerhin ist es wichtig, bereits früh über den richtigen Umgang mit Geld informiert zu sein, so dass später nicht unwissentlich ein Darlehen mit zu hohen Kreditzinsen aufgenommen wird oder unüberlegte Aktiengeschäfte getätigt werden. Eine der Maßnahmen der OeNB besteht in der Publikation eines Mickey Mouse-Heftes, mit dem Kinder spielerisch über Finanzen informiert werden. Anhand des wohlhabenden Entenhauseners Dagobert Duck soll beispielsweise das Sparen gelernt werden. Zusätzlich dazu schaltete die Nationalbank ein Internetportal frei, auf dem sich Interessierte informieren können. Lehrer und Erzieher können auf dem Portal namens „eurologisch“ außerdem Lehrmaterialien herunterladen, die im Unterricht verwendet werden können. Interaktiv geht es unterdessen auf der Euro-Kids-Tour zu. Sowohl Kinder als auch Erwachsene können während der Tour lernen, wie man echte von falschen Euroscheinen unterscheidet und was zu tun ist, wenn doch einmal eine Blüte im Geldbeutel gefunden wird. Auch die stärkere Einbindung des Geldmuseums wird von der OeNB forciert.

Damit auch Erwachsene von der jüngsten Bildungsinitiative profitieren, setzt die Österreichische Nationalbank verstärkt auf Schulungen und Workshops, zu deren Teilnahme jedermann eingeladen ist.