Mit Kreditkarte Geld abheben

Keine lange Bankomatensuche: Geld abheben mit der Kreditkarte


Irgendwo in einer fremden Stadt – Rom vielleicht oder Paris – auf der Suche nach einem Bankomaten: Wer mit der Bankomatkarte der Hausbank unterwegs ist, muss teils hohe Gebühren selbst für kleinere Beträge zahlen. Wenn Sie hingegen eine Kreditkarte besitzen, zahlen Sie bei manchen Anbietern keine Gebühren beim Geldabheben. Und da die großen Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard über ein breites Netz an Bankomaten verfügen, dauert auch die Suche nach einem passenden Automaten nicht so lang. Umso früher können Sie sich wieder auf die schönen Dinge des Lebens in Ihrer Traumstadt konzentrieren: Den Tiber entlang spazieren oder im Café entspannen.

Weltweit und jederzeit frisches Bargeld

Die Prepaid-Kreditkarte: Eine sichere Sache

Wer keine Zinszahlungen riskieren, aber dennoch die weltweiten Akzeptanzstellen einer Kreditkarte nutzen möchte, kann sich alternativ eine Prepaid-Kreditkarte besorgen. Eine solche Kreditkarte wird mit Guthaben aufgeladen und kann nur innerhalb dieses Rahmens verwendet werden. Das gibt zusätzliche Sicherheit.

Die Kreditkarte ist ein praktischer Begleiter im Alltag. Sie ist ein weltweit akzeptiertes Zahlungsmittel. Sie können nicht nur online, in Geschäften, Hotels und Restaurants mit der Kreditkarte bezahlen. Sondern Sie können auch an jedem Bankomaten, der zum Netzwerk Ihres Anbieters gehört, mit der Kreditkarte Geld abheben.

Visa oder Mastercard, American Express oder Diners Club – viele Anbieter verfügen jeweils über große, weltweite Netze an Akzeptanzstellen. Hierin liegt ein wesentlicher Vorteil der Kreditkarte gegenüber der klassischen Bankomatkarte. Möchten Sie hohe Abhebungsgebühren vermeiden, können Sie mit letzteren nämlich oft nur an den Automaten und Schaltern Ihrer eigenen Bank Geld abheben. In manchen Gegenden kann das schnell zu einem Problem werden, wenn einfach kein passender Automat der Bank zu finden ist. Mit einer Kreditkarte ist die Bargeldabhebung dagegen an fast allen Bankomaten möglich.

Welcher Anbieter soll’s denn sein?

Obwohl jede der vier großen Kreditkartengesellschaften über sehr viele Akzeptanzstellen verfügt, sind Visa und Mastercard doch am weitesten verbreitet. Mit einer Visa- oder Mastercard Geld abheben dürfte daher kaum bis gar keine Probleme verursachen. Die beiden Gesellschaften werden an beinah jedem Automaten weltweit akzeptiert. Und das sind jeweils rund 2 Millionen passende Automaten.

Was heißt „kostenlos“?

Banken bieten immer häufiger kostenlose Kreditkarten an. Diese haben zwar einen im Vergleich etwa zu Goldkarten eingeschränkten Funktionsumfang, dennoch ist es mit ihnen problemlos möglich, an der Kasse zu bezahlen und Geld abzuheben. „Kostenlos“ bezieht sich in der Regel auf die Jahresgebühr. Anbieter kostenloser Kreditkarten erheben keine Jahresgebühr. Manchmal sind hieran allerdings Bedingungen wie regelmäßige Umsätze geknüpft. Es ist also nicht so, dass eine kostenlose Kreditkarte überhaupt keine Kosten verursacht.

Diese Gebühren können anfallen

Wer im Inland einen Bankomaten der Karten ausgebenden Bank nutzt, kann bei manchen Anbietern mit der Kreditkarte kostenlos Geld abheben. Die Regel ist das allerdings nicht. Meist wird eine Abhebegebühr erhoben. Und auch wenn Sie die Geldautomaten fremder Banken und Automatenbetreiber nutzen, ist eine Abhebegebühr üblich. Das gleiche gilt für Abhebungen am Schalter einer fremden Bank.

Wie hoch die Gebühren letztlich ausfallen, hängt von den Anbietern ab. In den meisten Fällen wird allerdings eine umsatzabhängige Abhebegebühr berechnet. Das bedeutet dann zum Beispiel, dass mit jeder Abhebung durchschnittlich zwei bis vier Prozent des Umsatzes als Gebühr anfallen. Dabei gilt aber hin und wieder eine feste Mindestabhebegebühr (beispielsweise 5 Euro). Damit können sich insbesondere geringe Geldabhebungen verteuern. Wer z.B. nur 50 Euro abhebt, hätte mit 5 Euro Abhebegebühr eine vergleichsweise hohe Gebührenlast. Wenn Sie auf der Suche nach einer möglichst günstigen Kreditkarte sind, sollten Sie bei einem Kreditkarten-Vergleich auch darauf achten, ob die bevorzugte Bank Abhebegebühren berechnet, und wenn ja, wie hoch diese ausfallen und welche Akzeptanzstellen davon betroffen sind.

Geld abheben im Ausland

Mit der Kreditkarte Geld abheben ist im Ausland nicht zwangsläufig teurer als im Inland. Entscheidend ist, ob Sie sich im Euroraum befinden oder im EU-Ausland. Wenn Sie etwa Urlaub in der USA machen oder auf Geschäftsreise in Japan sind, zahlen Sie vor Ort in der jeweiligen Landeswährung. Und am Geldautomaten heben Sie in der Landeswährung ab und nicht in Euro. In diesem Fall ist es möglich, dass eine Fremdwährungsgebühr erhoben wird. Allerdings lässt sich diese nicht vermeiden, wenn sie sich ihr Geld in Euro auszahlen lassen. Vielmehr würden in diesem Fall Umrechnungsgebühren doppelt berechnet. In einem Fremdwährungsland gilt also: Immer in der jeweiligen Landeswährung abheben.

Auslandseinsatzgebühren können, müssen aber nicht zwangsläufig anfallen. Dabei ist weniger entscheidend, ob Visa oder Mastercard, sondern bei welcher Bank Sie Ihre Kreditkarte haben. Manche Banken erheben keine Fremdwährungsgebühren. Doch nur wenn auch der Automatenbetreiber vor Ort keine Gebühren erhebt, können Sie tatsächlich kostenlos Geld abheben. Im Ausland sollten Sie sich also lieber vorher beim Automatenbetreiber über mögliche Gebühren, die sogenannten ATM surcharges, informieren. Wer diesen Kostenfaktor vermeiden möchte, sucht sich am besten einen Automatenbetreiber, der die Gebühr nicht erhebt.

Gebühren sind kein Muss

Geld abheben im Ausland oder im Inland ist prinzipiell mit den meisten Kreditkarten möglich. Doch kostenlos ist dieser Service nicht immer. Wenn Sie Ihren Urlaub ohne ärgerliche Überraschungen auf dem nächsten Kontoauszug verbringen möchten, sollten Sie die Kreditkarte einer Bank nutzen, die weder Abhebegebühren noch Fremdwährungsgebühren erhebt. Dann gibt es am nächsten Geldautomaten auch kein ungutes Gefühl.