Kreditkartenabrechnung

Welche Abrechnungsart eignet sich am besten?

Die Kreditkartenabrechnung ist das wichtigste Mittel, um die Kreditkartenumsätze zu prüfen. Egal ob man die Kreditkartenabrechnung online oder per Post abruft, ein Überblick über die Umsätze ist das A und O hinsichtlich Verantwortung und Sicherheit. Je nachdem, für welches Kartenmodell man sich entscheidet, ist die Kreditkartenabrechnung anders gestrickt.

Wie sieht die Kreditkartenabrechnung aus?

Die Kreditkartenabrechnung zeigt an, welche Umsätze man im Abrechnungszeitraum mit der Karte generiert hat. Auf ihr sind alle Kosten aufgelistet, seien es Bargeldabhebungen oder bargeldlose Transaktionen. Diese können beispielsweise auch über das Online Shopping erfolgen. Der Karteninhaber bekommt im Normalfall einmal im Monat eine Kreditkartenabrechnung, die entweder per Post verschickt wird oder online abgerufen werden kann. Wer Online Banking betreibt, kann auch zwischen den Kartenabrechnungen eine Umsatzabfrage tätigen.
Je nach Abrechnungsart muss der Kartenbesitzer nach Erhalt der Kreditkartenabrechnung nichts mehr tun oder die Rechnung begleichen. Die Kreditkartengesellschaft hat nur einen geringen Einfluss auf die Abrechnungsart, doch es gibt Tendenzen, welche Gesellschaft welche Abrechnung anbietet.

Intervall der Kreditkartenabrechnung

Wie genau die Kreditkartenabrechnung erfolgt, hängt von der Kartenart ab. Generell unterscheidet man zwischen vier verschiedenen Kartentypen:

  • Credit Card
  • Charge Card
  • Debit Card
  • Prepaid Card

Credit Card

Die Kreditkarte im klassischen Sinne ist die Credit Card. Es handelt sich um eine Kreditkarte, bei der ein Kreditrahmen eingeräumt wird, d.h. man nimmt beim Bezahlen einen richtigen Kredit in Anspruch. Mit der Credit Card können die ausstehenden Kreditschulden dann sofort in einem Stück beglichen oder in Raten gezahlt werden. Man hat hier also eine Teilzahlungsmöglichkeit. Begleicht man die Kreditkartenschulden nicht sofort, werden Sollzinsen fällig, die mitunter recht hoch ausfallen können (um die 15% sind keine Seltenheit). Viele Kartenanbieter räumen auch ein sogenanntes zinsfreies Zahlungsziel ein, bei dem man beispielsweise die ersten 8 Wochen nach der Kreditkartenabrechnung keine Zinsen zahlen muss. Dennoch sollte man sich im Klaren sein, dass bei Teilzahlung zusätzliche Kosten anfallen können, wenn man es versäumt, die Rechnung zu begleichen. Bei einigen Anbietern gibt es zudem die Pflicht, einen monatlichen Mindestbeitrag abzuzahlen. Für diese Kreditkarte ist außerdem ausreichend Bonität Voraussetzung für den Erhalt. Vor allem die Kreditkarten von American Express setzen auf dieses Modell.

Charge Card

Die Kreditkartenabrechnung bei der Charge Card ist mittlerweile weit verbreitet und eine der gängigsten Abrechnungsformen. Hier erfolgt die Abrechnung einmal pro Monat als gesammelter Betrag und wird dann ohne weitere Aufforderungen seitens des Kunden vom Referenzkonto abgebucht. Durch die zeitliche Verzögerung wird ebenso wie bei der Credit Card ein Kreditrahmen gewährt, jedoch ist dieser zeitlich begrenzt. Es fallen daher auch keine Sollzinsen an. Vor allem die Kreditkartenabrechnung bei MasterCard erfolgt meist auf diese Weise. Ist das angegebene Referenzkonto nicht gedeckt, kann es sein, dass hier dann jedoch ebenfalls Sollzinsen in Form des Dispozinssatzes anfallen. Das Konto sollte also ausreichend gedeckt sein, wenn die Abrechnung erfolgt.

Debit Card

Auch die Debit Card ist eine beliebte Art der Kreditkartenabrechnung. Sie funktioniert ähnlich wie die Girokarte, da der Betrag sofort vom Konto eingezogen wird, wenn die Kreditkarte genutzt wird. Dadurch erfolgt keine gesammelte Abrechnung und es wird auch kein Kreditrahmen eingeräumt. Diese Kartenabrechnung ist besonders für Kunden geeignet, die einen ständigen Überblick über ihre Finanzen wollen. Auch hier muss jedoch dafür gesorgt werden, dass das angeschlossene Konto, von dem die Beträge abgebucht werden, gedeckt ist.

Prepaid Card

Die Prepaid Karte hat in den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit gewonnen. Nicht umsonst gibt es immer mehr Banken, die neben ihren regulären Karten auch eine Prepaid-Version einführen, sowie Anbieter, die sich ausschließlich auf das Thema Prepaid Kreditkarten fokussieren. Wie der Name schon sagt, wird bei der Prepaid Kreditkarte vorab ein Betrag aufgeladen, der dann genutzt werden kann. Somit können die Vorzüge einer Kreditkarte genutzt werden, ohne dass man eine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen nutzt. Diese Art der Kreditkartenabrechnung wird daher auch gern von Personen genutzt, die sonst schlechte Aussichten auf eine Kreditkarte haben, wie Studenten oder Arbeitssuchende. Wichtig ist, dass man sich vorab darum kümmert, dass die Prepaid Kreditkarte aufgeladen ist, da man keinen Überziehungsrahmen hat, der darüber hinausgeht. Bei Prepaid Kreditkarten fallen oftmals zusätzliche Kosten an, beispielsweise für die Kartenaufladung.

Kosten für die Kreditkartenabrechnung

Junge Frau Frau prüft ihre Kreditkartenabrechnung online am Laptop

Wer mit der Kreditkarte bezahlt, muss sich im Klaren sein, dass zusätzliche Kosten dafür anfallen können. Neben den normalen Kosten wie Umrechnungs- oder Bargeldabhebungsgebühren können auch bei der Kreditkartenabrechnung Gebühren anfallen. Wie bereits erwähnt, werden für Teilzahlungen Sollzinsen fällig. Wer die Schulden nicht sofort begleicht, sondern nur einen Teil pro Monat bezahlt, muss mit Zusatzgebühren rechnen, die vor allem bei höheren Beträgen nicht unerheblich sein können. Entscheidet man sich dafür, die Kreditkartenumsätze per Post zugeschickt zu bekommen, kann dies ebenfalls Geld kosten. Dies ist oft auch abhängig davon, ob man eine Direktbank oder Filialbank gewählt hat. Wer auf den Postversand verzichten möchte, sollte die Kreditkartenabrechnung online abrufen. Hier ist es auch möglich, einen ständigen Blick auf die Daten zu haben.

Sicherheit hat höchste Priorität

Hinsichtlich der Sicherheit spielt die Kreditkartenabrechnung eine wichtige Rolle. Kunden sollten die Kreditkartenabrechnung regelmäßig prüfen. Vor allem wenn man die Kreditkarte im Urlaub zum Zahlen genutzt hat, sollte im Anschluss ein genauer Blick auf die Umsätze geworfen werden. Hat man den Verdacht, dass Kreditkartendaten ausgespäht wurden, sollte man nicht auf die Abrechnung warten, sondern die Kreditkarte sofort sperren lassen. Damit es nicht zu einer Kartensperre kommen muss, sollte man im Umgang mit der Kreditkarte höchste Sicherheit walten lassen. Dazu gehört, die Kreditkarte nie aus der Hand zu geben, Rechnungen sofort zu prüfen, nur an sicheren Bankomaten Geld abzuheben und beim Online-Bezahlen einen Securecode einzurichten.

Die passende Abrechnungsart finden

Wer auf der Suche nach der passenden Kreditkarte ist, sollte nicht nur den Kartenpreis und die Zusatzleistungen prüfen, sondern auch die Kreditkartenabrechnung in die Suche mit einbeziehen. Sie bestimmt, ob Zusatzkosten anfallen und wie man verfahren muss, wenn man mit der Karte bezahlen möchte. Ein Blick auf die Abrechnungsart ist daher ebenso von Relevanz wie die anderen Kosten. Bei einigen Modellen steht es dem Kunden frei, die Abrechnungsart zu bestimmen, beispielsweise, ob man Teilzahlung nutzen möchte oder das Geld am Monatsende abgebucht wird. Generell gilt, je schneller das Geld abgerechnet wird, desto besser ist der Überblick über die persönlichen Finanzen.