Baukredit

Auf welche Konditionen sollte man beim Baukredit achten?

Ein Baukredit ist ein zweckgebundener Kredit, der für den Hausbau oder -kauf verwendet wird. Da es sich hierbei in der Regel um hohe Beträge handelt und der Kreditnehmer über Jahrzehnte tilgen muss, ist beim Abschluss eines Baukredites besondere Vorsicht geboten. Um den Traum von den eigenen vier Wänden wahr werden zu lassen, müssen im Voraus einige Fragen geklärt werden:

  • Eigenkapital von mindestens 20 Prozent
  • genaue Kalkulation aller relevanten Kostenpunkte
  • Sondertilgungen und Anpassung der Raten sind wichtig
  • Abzahlung des Kredits vor der Rente

Wie viel Eigenkapital ist vorhanden?

Um sein Traumhaus finanzieren zu können, sollte man selbst über genügend Gespartes verfügen, das der Bank als Sicherheit dient. Hier gilt die Faustregel, dass der Kreditnehmer über 20 Prozent der Gesamtsumme verfügen sollte. Je mehr Erspartes man mitbringt, desto günstiger werden die Zinskonditionen. Auch der Wert der Immobilie spielt eine wichtige Rolle für den Zinssatz, denn dieser ist umso niedriger, je niedriger die Beleihungsgrenze ist. Unter der Beleihung versteht man den Wert der Immobilie, die der Bank als Sicherheit dient und im Notfall verpfändet wird. Anhand fester Richtlinien wird die Beleihung definiert, die normalerweise bei 60 bis 80 Prozent liegt.

Wie hoch sollte das Darlehen sein?

Glückliche Familie steht vor ihrem Haus

Um die erforderliche Höhe des Darlehens zu bestimmen, sollte man sich beraten lassen, denn sowohl ein zu niedriger als auch ein zu hoher Kredit birgt große Nachteile. Oft kommen auf den Kreditnehmer – insbesondere wenn er baut und nicht kauft – unerwartete, zusätzliche Kosten zu, etwa durch plötzliche Renovierungsarbeiten. Kalkuliert man zu knapp, kann es notwendig sein, den Kredit aufzustocken. Diese Nachfinanzierung kann sehr teuer werden. Daher ist es wichtig, von unerwarteten Kostenpunkten auszugehen und dafür einen Puffer einzurechnen. Hierzu zählen auch die höheren Nebenkosten und Ausgaben für Renovierungen, die auf Eigentümer zukommen. Auch Belastungen wie die Grunderwerbsteuer und die jährlich fällige Grundsteuer sollten einkalkuliert werden. Im Fall von Eigentumswohnungen werden beispielsweise auch Verwalterhonorare fällig.

Nimmt man hingegen einen zu hohen Kredit auf und zahlt das nicht benötigte Geld zurück, kann eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen. Dieses unnötige Risiko lässt sich durch eine genaue Planung und Kalkulation leicht vermeiden.

Welche Höhe sollte man bei der Tilgung wählen?

Oft wird bei Baukrediten ein Prozent der Darlehenssumme getilgt, mit der Zeit steigt dieser Wert jedoch an und liegt idealerweise bei zwei Prozent. Die Tilgung sollte sich jedoch immer an der eigenen finanziellen Situation orientieren. Wenn man viel Geld zur Verfügung hat, bietet es sich etwa an, eine höhere Tilgung zu vereinbaren und die Schulden so schneller los zu werden. Allerdings sollte man auch nicht das gesamte Einkommen, das nach Abzug der Lebenshaltungskosten übrig bleibt für die Rückzahlung einplanen. Schließlich kommt es über eine derart lange Laufzeit leicht zu Änderungen in der Lebenssituation und damit zu einer Verringerung des verfügbaren Geldes. Eine vorübergehende Jobsuche etwa oder die Geburt von Kindern ändern die finanzielle Situation erheblich. Es ist daher immer sinnvoll, stets eine Reserve für Notzeiten zurückzulegen.

Aus dem selben Grund sollte man auch darauf achten, dass die Baufinanzierung das richtige Maß an Flexibilität aufweisen kann. Dafür sollte man Sondertilgungen vereinbaren, bei denen es sich entweder um jährliche feste Zahlungen oder unregelmäßige Beträge handeln kann. Auf diese Art kann man seine Schulden schneller abbezahlen. Auch die Raten sollten ein Stück weit nach oben und unten flexibel sein, so dass man die Tilgung im Notfall sogar vorübergehend ganz aussetzen kann.

Trotzdem sollte man sein Haus zum Renteneintrittsalter abbezahlt haben und das bei der Aufnahme des Kredits berücksichtigen. Um besser einschätzen zu können, mit welchem Effektivzins man bei welcher Laufzeit rechnen sollte, sollte man einen Kredit Vergleich nutzen, um das beste Angebot zu finden.

Welche Zinsbindung sollte man wählen?

Die Zinsbindung bei Immobilienkrediten liegt meist bei bis zu zehn Jahren, je nach Gesamtlaufzeit. Wenn man den Kredit zu einem niedrigen aktuellen Bauzins abgeschlossen hat, sollte man sich so lange wie möglich daran binden. Spekuliert man jedoch auf langfristig darauf, dass die Zinsen sinken, ist eine kürzere Zinsbindung und ein anschließender Umschuldungskredit sinnvoller. Auch die Frage, ob man besser eine Anschlussfinanzierung oder ein Volltilgerdarlehen wählen sollte, hängt von der Situation des Einzelnen ab und wird am besten im Rahmen einer Beratung ermittelt.

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